Mein Kind stottert – was kann ich tun?
Stottern ist kein Zeichen mangelnder Intelligenz. Was hinter Redeflussstörungen steckt und wie Eltern souverän reagieren.
Stottern ist häufiger, als viele denken
Rund fünf Prozent aller Kinder durchlaufen zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr eine Phase mit deutlich unflüssiger Sprache. Bei den meisten verschwindet das von selbst – bei einigen bleibt es. Genau hier setzen wir logopädisch an.
So reagierst du hilfreich
- Nicht unterbrechen. Zuhören signalisiert: Du hast Zeit, ich habe Zeit.
- Sprechtempo anpassen. Selbst langsamer und ruhiger sprechen wirkt oft entspannender als jeder gutgemeinte Tipp.
- Blickkontakt halten – nicht auf den Mund starren.
- Nicht korrigieren ("Sag es nochmal richtig"). Das erhöht den Druck.
Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist
Wenn das Stottern länger als sechs Monate anhält, mit sichtbarer Anstrengung verbunden ist oder das Kind selbst darunter leidet, ist es Zeit für ein logopädisches Gespräch.
Was in der Therapie passiert
Wir kombinieren spielerische Übungen mit Elternberatung. Ziel ist nicht "flüssig sprechen um jeden Preis", sondern ein souveräner Umgang mit dem eigenen Sprechen – ohne Angst, ohne Vermeidung.
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